Inhalt
Wenn Literatur ein neues Leben beginnt
Thomas Manns Novelle erzählt von einem alternden Künstler, der in der Schönheit Venedigs und der Faszination für einen jungen Jungen zunehmend seine Selbstbeherrschung verliert. Zwischen Kunst, Moral und persönlichem Verfall entfalten sich innere Konflikte bis hin zum titelgebenden „Tod in Venedig“.
Luchino Viscontis Verfilmung von 1971 setzt eigene Akzente: Aus dem Schriftsteller wird ein Komponist nach dem Vorbild Gustav Mahlers, und die stille, psychologische Erzählweise wird in starke, visuelle Bilder übersetzt. Die homoerotische Spannung wird sichtbar inszeniert, Venedig erscheint als sinnlich verfallende Bühne, und Musik und Bildsprache rücken die Emotionen in den Vordergrund.
Literaturverfilmungen sind keine exakten Übertragungen, sondern eigenständige Deutungen. Vorlage und Film tragen die Handschrift ihrer Autoren, ihrer Zeit und der jeweils herrschenden Moral. Wir laden Sie ein, diese beiden Sichtweisen zu vergleichen.
- Förderungsart
- Politische Bildung (HH) Förderung Kurse 2026 (Landeszentrale für politische Bildung)
- Unterrichtsart
- Präsenzunterricht







